Schlicht großartig, einfach deswegen, weil jeder Ansatz, der die Herrschaft der Heuchelei unterminiert, bestärkt werden muss. Deutlicher kann man Verlogenheit nicht demaskieren. Der (quasi)verbeamtet-gut-situierten Gesellschaft geht es eben nicht um die Tiere, sondern um das eigene Seelenheil, das man de facto längst an Lehman Brothers oder an Kaupthing verkauft hat.

Ich persönlich esse derzeit noch Fleisch - sage ich lieber gleich dazu! -, aber ich überlege immer massiver, dergleichen bleiben zu lassen. Nicht wg "Tiere sind Lebewesen" - Pflanzen sind das auch, und Gott oder die Natur oder der Zufall oder der Teufel hat/haben uns nun mal auferlegt, uns gleichsam von fast Unseresgleichen zu ernähren. Das wäre nicht mein Problem; ich bin kein Veganer, und aus Prinzip nicht. Wir müssen essen - so ists nun mal -, und nach allem, was wir wissen, sind wir immer schon Allesfresser gewesen. Who cares! Ich wende mich auch nicht gegen die, die, für weißgott keinen hohen Lohn, in Schlachthöfen ihre Haut zu Markte tragen. Das, was mir an den GRÜNEN nie gefallen hat und weswegen ich sie bis heute noch nie gewählt habe - worauf ich stolz bin! - , kann man vielleicht an diesem Punkt symbolisch festmachen: Der verbeamtete grüne Studienrat, dem diese Gesellschaft eine überdurchschnittliche Bildung durchfinanziert hat, erhebt sich moralisch über den mies bezahlten Schlachthofarbeiter, obwohl er dem seinen höheren lifestyle ja ein Stück weit mit verdankt. So eine Haltung finde ich, mit Verlaub, schlicht zum Kotzen...

Mir geht es allein um das, was in den Schlachthöfen abgeht. Ich denke mal, zumindest ein halber Vegetarismus - Käse, Eier, sogar Fleisch von würdig aufgezogenen Tieren dürfen verspeist werden - wäre eine Überlegung wert.